So

01

Aug

2010

Ich liebe das Fliegen

 

»Ich liebe das Fliegen«

Janine Hempelmann möchte ihr Hobby nicht missen

01.08.2010 Westfalen Blatt

Von Annika von Hollen

Bad Oeynhausen(WB).

Janine Hempelmann (25) liebt das Fliegen. »Wenn ich in der Luft bin, dann ist das für mich ein großes Glücksge­fühl«, sagt sie. Seit sieben Jahren ist sie Mitglied im Aero-Club und verbringt dort nicht nur Zeit im Segelflug­zeug, sondern verabredet sich auch mit Gleichgesinnten.

 

Die Gemeinschaft ist im Aero-club sehr wichtig.

 

 

 

Besonders die Jugendlichen sind auch unabhän­gig vom Verein miteinander be­freundet. »Wir treffen uns oft am Wochenende und gehen zusam­men weg«, erzählt Janine Hempel­mann. Sie sei vor sieben Jahren aus Zufall mit einem Freund zum Segelfliegen nach Vennebeck mit­gekommen. »Das hat mir so gut gefallen, dass ich immer wieder mitfliegen wollte. Irgendwann ha­be ich dann zum Geburtstag einen Schnupperkursus bekommen«, er­innert sie sich. Danach konnte die 25-Jährige auf das Schweben in der Luft nicht mehr verzichten. Beim Segelfliegen gehe es nur um das Fliegen, und nicht darum, von einem Punkt zum andern zu kom­men, »Das Flugzeug ist nur Mittel zum Zweck. Mir geht es aber darum, in der Höhe zu schweben, die Aussicht und das unbeschreib­liche Gefühl beim Fliegen zu genie­ßen«, sagt die Studentin.Janine Hempelmann hat erst seit einem Jahr den Flugschein, da sie vor der theoretischen Prüfung Skrupel hatte. »Mit Physik kenne ich mich nicht so gut aus. Hinter­her war die Theorie aber gar nicht so schlimm.«

 

 

 

Eineinhalb bis drei Jahre brauchen Flugschüler im Schnitt für den Schein. Janine Hempelmann hat bisher 300 Starts hinter sich. 2009 erreichte sie bei einem Flug sogar 2000 Meter Höhe. »Das war mein schönstes Erlebnis. Ich bin über Minden geflogen und konnte mir das Krankenhaus anschauen.«Der Aeroclub hat 140 Mitglieder. 100 fliegen aktiv und werden von März bis November in die Wo­chenenddienste eingeteilt. »Jeder muss seinen Beitrag leisten. Es muss gewährleistet sein, dass je­des Wochenende jemand da ist.« Denn alleine könnte keiner fliegen. »Normalerweise fliegen wir nur am Wochenende. Unter uns Ju­gendlichen treffen wir uns im Sommer auch manchmal zum Sonnenuntergangsfliegen.«Obwohl im Winter nur sehr wenig geflogen wird, ist im Verein immer etwas zu tun, da die Flieger gewartet werden müssen. Sieben Flugzeuge stehen zur Verfügung. Davon sind fünf Segelflieger und zwei Motorflugzeuge. »Ich bezahle im Monat 60 bis 80 Euro. Das ist weniger als eine halbe Schachtel Zigaretten pro Tag.«

 

Aero-Club auf einen Bück

Der Aero-Club Bad Oeynhausen-Löhne ist 1951 gegründet worden. Er hat 140 Mitglieder. Kontakt: Vorsitzender Volker Brinkmann, Tel. 0 57 34/ 67 62.

http://www.acbo-l.de

 

Quelle: Westfalen Blatt

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